Mit diesen Aussagen dämpfte Samsung die Sorgen der Anleger wegen möglicher Überkapazitäten und eines eventuell überzogenen KI-Hypes zumindest teilweise. Die Samsung-Aktie schnellte in Asien zwischenzeitlich knapp sechs Prozent nach oben, ehe sie die Kursgewinne aber wieder abgab und ins Minus rutschte. Seit dem Mitte Juni erreichten Rekordhoch ging es für die Samsung-Aktie um fast die Hälfte nach unten. Trotz der jüngsten Verluste zog der Börsenwert Samsungs in diesem Jahr immer noch um drei Viertel auf umgerechnet rund 750 Milliarden Euro an.

Weltweit stehen Aktien mit KI-Bezug nach einem zuvor äusserst starken Lauf seit einiger Zeit unter Druck. Besonders hohe Ausschläge gibt es bei Samsung und dessen Konkurrenten SK Hynix aus dem eigenen Land. Dieser hatte bereits am Mittwoch betont, dass das Tempo des KI-Aufbaus nicht nachlasse. Die Papiere von SK Hynix büssten seit dem Rekordhoch sogar inzwischen fast 60 Prozent ein, sind aber im Vergleich zu Ende 2025 immer noch rund 100 Prozent im Plus.

Dieser Chip-Boom lässt die Gewinne bei Samsung sprudeln. Der Elektronikriese verdiente im zweiten Quartal operativ etwas mehr als 89 Billionen Won (rund 51 Mrd Euro) - so viel wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um das 19-Fache.

Der Umsatz habe sich auf 171 Billionen Won mehr als verdoppelt. Damit bestätigte Samsung zu Monatsbeginn vorgelegte Eckdaten, welche die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen hatten. Unter dem Strich überraschte Samsung mit einem Gewinn von gut 71 Billionen Won ebenfalls positiv./niw/zb/mis

(AWP)