Gegen 9.20 Uhr springen die Papiere der SMI-Anwärterin denn auch um klare 8,2 Prozent an auf 69,50 Franken. Im SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt zeitgleich 1,5 Prozent hinzu.

In ihren ersten Kommentaren nennen Analysten die Zahlen überwiegend solide. Sowohl das Wachstum im ersten Semester als auch der bestätigte Ausblick seien als beruhigend bis ermutigend zu werten, heisst es etwa bei Barclays.

Wie der zuständige Vontobel-Analyst schreibt, sei das erste Semester vor allem von einem starken US-Markt und dem deutlichen Wachstum im Biosimilar-Geschäft getragen worden. Das sei insofern beachtenswert, als dass beide Bereiche bei dem Spin-Off von Novartis im Jahr 2023 als zentral für die weitere Wertsteigerung gesehen wurden.

Einen Punkt, den die Experten allesamt hervorheben ist die leicht erhöhte Prognose für den Preisdruck im Gesamtjahr. Hier geht Sandoz nun davon aus, dass der Preisdruck die Entwicklung im mittleren einstelligen Prozentbereich belasten dürfte. Zuvor hatte der Konzern eine Belastung im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich in Aussicht gestellt.

Wie der zuständige Barclays-Experte schreibt, sollte die Stärke im Biosimilars-Geschäft diese Belastung aber ausgleichen können.

Vor allem aber stehe die grosse Welle an Patentabläufen für biologische Medikamente erst noch bevor, betont der Analyst der ZKB. Zudem habe Sandoz die Kapazität, sich dank regulatorischer Vereinfachungen auch an kleinere Biosimilars heranzuwagen. «Kombiniert mit Margenverbesserungen, dank Effizienzgewinnen, dem Produkte-Mix und dem Aufbau von eigenen Produktionsstandorten sehen wir für Sandoz viel Upside Potenzial», zeigt er sich sehr zuversichtlich.

hr/ra

(AWP)