Die Aktien von Sandoz sind am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den regulären Handel gestartet. So fallen die Titel um deutliche 4,1 Prozent auf 60,10 Franken. Damit fallen sie hinter den Gesamtmarkt zurück: Der SPI tendiert zeitgleich um 0,05 Prozent tiefer. Marktbeobachter verweisen gleichzeitig auf die starke Performance der Sandoz Papiere im laufenden sowie im vergangenen Jahr und tippen auf Gewinnmitnahmen.

Sandoz hat mit seinen Zahlen den Erwartungen der Analysten entsprochen, wie den entsprechenden Reports unisono zu entnehmen ist. Dabei waren es erneut die deutlich profitableren Biosimilars, die sich besser als erwartet entwickelt haben. Diese sind bei Sandoz der strategische Wachstumstreiber.

Der Teufel steckt jedoch im Detail: Im währungsbereinigten Vergleich hätten die Zahlen leicht unter den Erwartungen gelegen, dank positiver Währungseffekte habe insgesamt jedoch ein geringfügiges Plus gegenüber dem Konsens resultiert.

Dabei gäbe es aber aus Sicht der ZKB, neben den starken Biosimilar-Umsätzen und einer etwas zuversichtlichere Guidance zum Einfluss der Wechselkurse, noch weitere gute Gründe für eine positive Kursreaktion. So habe Kanada vor wenigen Stunden die erste Generika-Version des Blockbusters Ozempic («Schlankmacher» & Diabetes) von Novo Nordisk zugelassen.

Das zugelassene Präparat wird zwar vom indischen Pharmaunternehmen Dr. Reddy's hergestellt. Der nun in Kanada geöffnete Markt für den dazugehörigen Wirkstoff Semaglutid eröffne aber Chancen. Sandoz könnte aus Sicht des für die ZKB tätigen Experten Mitte Jahr eine Zulassung erhalten.

(AWP)