Die Ankündigung den französischen Standort Toulouse auszubauen erfolgte am Montag am Investitionsgipfel «Choose France» in Versailles. Mit dem zusätzlichen Geld will Sandoz die Produktionskapazitäten von Sandoz Biologics France stärken. Der Standort ist auf die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars spezialisiert und soll bis 2034 ausgebaut werden.
Damit erhöht sich das seit Dezember 2025 angekündigte Gesamtinvestitionsvolumen des Konzerns in Frankreich auf rund 550 Millionen Euro. Dies stärke die europäische Biosimilar-Plattform von Sandoz, teilte das Unternehmen mit.
Laut Sandoz positioniert der Ausbau den Konzern besser, um von auslaufenden Patenten bei biologischen Medikamenten zu profitieren. Das damit verbundene Marktpotenzial beziffert das Unternehmen für die kommenden zehn Jahre auf rund 320 Milliarden US-Dollar.
Biosimilars sind Nachfolgeprodukte von biologischen Arzneimitteln wie Insulin, Impfstoffen, monoklonalen Antikörpern oder Wachstumshormonen. Sie kommen auf den Markt, sobald der Patentschutz der Originalpräparate ausläuft.
Erst vergangene Woche hatte Sandoz die Abhängigkeit Europas von chinesischen Wirkstoffen für die Antibiotikaproduktion kritisiert. Der Konzern reichte bei der Europäischen Kommission einen Antrag für ein Antidumpingverfahren gegen chinesische Importe von Wirkstoffen für das Antibiotikum Amoxicillin ein.
(AWP)

