Enttäuschende Geschäftszahlen schicken die Aktien von SES auf Talfahrt. Sie fallen an ‌der ⁠Pariser Börse zeitweise um knapp 19 Prozent - ⁠so stark wie seit dem Börsencrash vom März 2020 nicht ‌mehr. In ihrem Sog gaben die ‌Titel des Rivalen ​Eutelsat 4,6 Prozent nach.

Der Konzernumsatz von SES blieb im zweiten Quartal mit 755 Millionen Euro rund 50 Millionen Euro unter den Markterwartungen. Der operative Gewinn fiel ‌auf 321 Millionen Euro und enttäuschte ebenfalls. Konzernchef Adel Al-Saleh begründete dies mit Verzögerungen bei einigen Aufträgen. ​Er rechne dennoch weiterhin für das Gesamtjahr ​mit stabilen Erlösen und ​Betriebsergebnissen. Vor allem gegen Jahresende werde sich das Wachstum ‌dank mehrerer Militäraufträge beschleunigen.

Nach Einschätzung der Analysten der Berenberg Bank sind die Ziele angesichts dieses schwachen Ergebnisses ​schwieriger ​zu erreichen. Ihr Kollege ⁠Jan Frederik Slijkerman von der ​ING Bank betonte, SES ⁠habe offenbar Kunden aus der Luftfahrtbranche verloren. Das ‌Management sei jedoch zuversichtlich, diese Ausfälle durch das wachsende Geschäft mit Telekommunikationssatelliten für die ‌Datenübertragung ausgleichen zu können.

(Reuters)