Das Importverbot kappte einen der wichtigsten Exportmärkte des Libanons und setzte vor allem die libanesische Landwirtschaft unter Druck. «Das ist ein echter Wendepunkt», sagte Ibrahim Tarschischi, Vorsitzender des Bauernverbands in der Bekaa-Ebene, der Deutschen Presse-Agentur. Nun gehe es darum, die praktischen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Exporte zu schaffen und offene Fragen wie Transitvisa für Lastwagenfahrer zu klären. Auch Libanons Präsident Joseph Aoun begrüsste die Entscheidung als Ausdruck saudischer Unterstützung für den Libanon.
Saudi-Arabien hatte 2021 zunächst die Einfuhr von Obst und Gemüse aus dem Libanon gestoppt und schliesslich das Verbot auf alle Güter ausgeweitet. Die Behörden des Königreichs begründeten den Schritt damals mit vermehrten Versuchen, Drogen - mutmasslich von der Hisbollah - über Agrarlieferungen ins Land zu schmuggeln.
Im Zuge des Krieges zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Hisbollah will die Regierung in Beirut den iranischen Einfluss im Land unterbinden. Beobachter sehen in der Entscheidung Saudi-Arabiens ein Signal, dass Riad wieder Vertrauen in die aktuelle libanesische Führung setzt./arj/DP/stw
(AWP)
