Der Iran-Krieg bringe «gewisse Herausforderungen», sagte CEO Paolo Compagna am Donnerstag. Vom Umsatz her sei der Effekt jedoch bescheiden. Die Region steuere weniger als 2 Prozent zu den Verkäufen bei.

Gleichwohl gebe es vor allem im Neuinstallationsgeschäft Beeinträchtigungen. Aktuell sei der Einbau von 200 fixfertig produzierten Einheiten blockiert.

Zudem sei Schindler von indirekten Effekten betroffen. So führe der Ölpreisanstieg zu zusätzlichen Kosten. Finanzchefin Carla de Geyseleer betonte allerdings, dass diese nach Möglichkeit weitergegeben werden sollen. «Wir arbeiten hart daran», so die CFO.

Alles in allem peilt das Unternehmen im Gesamtjahr nach wie vor ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen und eine EBIT-Marge von 13 Prozent an.

Margenziel im Q1 erreicht

Nach dem ersten Quartal ist Schindler bei der Marge auf Kurs, beim Wachstum höchstens knapp. Das Wachstum in Lokalwährungen kam bei 1,7 Prozent zu liegen, wobei der ausgewiesene Umsatz wegen der Frankenstärke sogar um 5,1 Prozent auf 2,59 Milliarden Franken zurückging. Die EBIT-Marge kam bei genau 13,0 Prozent zu liegen, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich ein Wert von 12,0 Prozent resultiert hatte.

Unter dem Strich nahm der Reingewinn um 1,9 Prozent auf 262 Millionen zu. Die Verbesserung bei der Profitabilität sei eine Folge von operativen Effizienzsteigerungen, der Preispolitik und Veränderungen im Produktmix, hiess es.

Neugeschäft in China schwächelt

Die Grundlage für künftige Ergebnisse ist im Startquartal leicht geschrumpft. Der Auftragseingang sank um 4,1 Prozent auf 2,83 Milliarden Franken. In Lokalwährungen resultierte auch hier ein Plus, und zwar von 2,8 Prozent.

Schindler lebt derzeit allerdings primär davon, dass alte Lift- und Rolltreppen-Anlagen auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Diese Modernisierungsaufträge nahmen im ersten Quartal in Lokalwährungen um 15,0 Prozent zu. Beim Umsatz ist das Bild ähnlich. Der Bereich Modernisierungen wuchs um 15,3 Prozent.

Die Modernisierungsbestellungen kamen aus allen grossen Regionen, wie es weiter hiess. Auch in China wurde laut den Angaben ein zweistelliges Wachstum verzeichnet.

Gleichwohl bleibt das «Reich der Mitte» ein Sorgenkind von Schindler. Denn im Neuinstallationsgeschäft, das von dieser Verkaufsregion getragen wird, ging es erneut deutlich bergab. Und an der schlechten Marktlage werde sich im laufenden Jahr auch nichts ändern. Finanzchefin Carla de Geyseleer hofft immerhin, dass der Gegenwind im Jahresverlauf in diesem Geschäftsfeld nachlässt.

An der Börse kamen die Zahlen am Donnerstag gut an. Das Schindler-Papier notiert um die Mittagszeit fast 3 Prozent im Plus.

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(AWP)