Der UBS-CFA-Indikator stieg im August gegenüber dem Vormonat um 2,1 auf +12,1 Punkte, wie die Ökonomen der UBS am Mittwoch mitteilten. Nach der starken Erholung im Juli ist dies der zweite Monat im positiven Bereich seit dem Ausbruch des Nahost-Konflikts und gleichzeitig der zweithöchste Stand seit Januar 2025. Der Konjunkturausblick bleibt aber risikobehaftet. Die Grossbank erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, jeden Monat zusammen mit der CFA Society Switzerland.
Das Gesamtniveau des Indikators hat sich zwar um eine Spur verbessert. Die Streuung der Einschätzungen hat laut UBS aber zugenommen. Der Anteil der Analysten, die eine stabile Entwicklung der wirtschaftlichen Bedingungen in der Schweiz für die kommenden sechs Monate erwarteten, ist auf rund 50 Prozent von zuvor drei Viertel zurückgegangen. Zugelegt hätten dafür sowohl die optimistischeren (ca. 30 Prozent) als auch die pessimistischeren (ca. 18 Prozent) Einschätzungen.
Dagegen habe sich die Stimmungsaufhellung bezüglich der US-Wirtschaft als kurzlebig erwiesen, so die Bank. Im August erwartete wieder eine Mehrheit der Befragten (52,9 Prozent), dass sich die dortigen wirtschaftlichen Bedingungen in den kommenden sechs Monaten verschlechtern werden. Seit dem Amtsantritt Trumps im Januar 2025 lag dieser Anteil im Durchschnitt bei 43 Prozent.
SNB-Zins wohl noch länger bei 0
Die Befragung hinsichtlich der Erwartungen an die Schweizerische Nationalbank hat ergeben, dass 86 Prozent der Teilnehmer von der SNB im September keinen Zinsschritt erwarten.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent dürfte die SNB auch noch bis zum Jahresende am Leitzins von 0 Prozent festhalten und wohl auch noch im ersten Halbjahr 2027. Im kommenden Jahr nehme die Wahrscheinlichkeit für einen stabilen Zins aber leicht ab, wobei die Risiken eher Richtung einer Zinserhöhung tendierten, schreibt die UBS.
Die Umfrage wurde zwischen dem 13. und dem 20. August durchgeführt, wobei sich 34 Experten beteiligten.
(AWP)

