Die Aktien der Deriverateboutique Leonteq verlieren 0,1 Prozent auf 40,65 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) seitwärts tendiert. Leonteq-Aktien sind seit Anfang Jahr 7 Prozent gesunken.

Der Derivate-Spezialist Leonteq blickt auf ein schwieriger erstes Halbjahr 2023 zurück. Der Ertrag hat sich beinahe halbiert und der Gewinn ist massiv eingebrochen. Der Rückschlag kommt nach der Gewinnwarnung von Ende Juni indes nicht überraschend. Im Vergleich zum Rekord-Vorjahr verminderte sich der Betriebsertrag um 49 Prozent auf noch 147,1 Millionen Franken. Als Gründe für den starken Rückgang führt Leonteq in einer Medienmitteilung vom letzten Donnerstag zum Halbjahresabschluss insbesondere die deutlich geringere Marktvolatilität, den anhaltenden Inflationsdruck und sowie die entsprechenden Zinserhöhungen an.

Für das Gesamtjahr bekräftigt das Leonteq-Management den gesenkten Ausblick. So wird weiter ein Gewinn vor Steuern von 40 bis 70 Millionen Franken angepeilt. Leonteq werde weiterhin in wichtige Wachstumsbereiche wie das Retail-Flow-Geschäft und in die digitale Anlageplattform LynQs investieren, so die Mitteilung weiter.

Die Credit Suisse bestätigt nun nach den Habjahreszahlen die "Outperform"-Bewertung für Leonteq und senkt gleichzeitig das Kursziel von 70 auf 65 Franken. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von knapp 59 Prozent.

Der Derivate- Spezialist habe zum Halbjahr einen Gewinn im Rahmen der Erwartungen ausgewiesen und habe sich damit trotz des schwierigen Umfelds weiterhin als sehr profitabel erwiesen, schreibt Analyst Daniel Regli. Zudem sei er erfreut über die Entwicklung der Gebühreneinnahmen.

Dennoch senke er seine Ertragsprognosen, hauptsächlich um einem geringeren Treasury-Ergebnis Rechnung zu tragen, nachdem dieses in den vergangenen Berichtsperioden wohl aussergewöhnlich gut gewesen sein und nun wohl ein beständigeres Niveau erreicht habe. Vor diesem Hintergrund kürzt der Experte denn auch sein Gewinnprognosen und in der Folge sein Kursziel. Insgesamt geht er aber weiterhin von guten Profiten für die Aktionäre aus.

(cash/AWP)