Laut der Mitteilung stieg die Zahl der Knospe-Betriebe im vergangenen Jahr um 195 auf inzwischen fast 7500. Fast jeder fünfte Betrieb in der Schweiz wirtschafte biologisch, schrieb Bio Suisse, die Eigentümerin des Knospen-Labels.

Leicht höher ist auch die landwirtschaftliche Nutzfläche, welche von Biobetrieben genutzt wird: Sie erreicht inzwischen 18,4 Prozent der gesamten Agrar-Nutzfläche (Vorjahr: 18 Prozent).

«Bio hat sich etabliert und ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil unseres Ernährungssystems», schreibt Bio Suisse im Communiqué. Seit 2023 habe die Schweiz mit 12,3 Prozent den weltweit grössten Bio-Marktanteil. Sie sei und bleibe also «Bio-Weltmeisterin».

Wichtigster Absatzkanal: Coop

Die wichtigsten Absatzkanäle für Schweizer Bio-Produkte waren im vergangenen Jahr laut Bio Suisse unverändert der Detailhändler Coop mit einem Marktanteil von 43 Prozent, gefolgt von Migros (31 Prozent). Dahinter folgt der übrige Detailhandel zu dem auch Discounter gehören, mit elf Prozent.

Ausser über den Detail- und den Fachhandel gelangen Bio-Produkte auch via Direktvermarktung und weitere Absatzkanäle zur Kundschaft.

Bio-Kanton Graubünden

Die meisten Neu-Umstellungen von konventioneller Bewirtschaftung auf Bio-Betrieb wurden im vergangenen Jahr im Kanton Bern vorgenommen (+ 20 Knospe-Höfe), gefolgt von der Waadt (12), St. Gallen und Thurgau (je 11). Mit 64,1 Prozent weist aber der Kanton Graubünden den grössten Anteil an Bio-Betrieben auf. Bern bleibt mit total 1389 Betrieben der Kanton mit den meisten Knospe-Höfen.

Das beliebteste Bio-Produkt ist das Bio-Ei mit fast 28 Prozent Marktanteil, dicht gefolgt von Gemüse, Salaten und Kartoffeln (27). Brot kommt mit 24,6 Prozent auf Platz drei, Molkereiprodukte kommen auf einen 14-prozentigen Marktanteil.

«Sieben Mehrwerte»

Bio Suisse wurde 1981 gegründet und vertritt die Interessen der gegen 7500 Knospe-Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe. Auch rund 1300 Verarbeitungs- und Handelsbetriebe verfügen über einen Knospe-Lizenzvertrag.

Vertreterinnen und Vertreter von Bio Suisse sagten laut der Mitteilung am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Bern, sieben Mehrwerte weise der Bio-Landbau auf: Unter anderem sei die Biodiversität auf den Feldern grösser, das Trinkwasser werde weniger belastet, die Böden blieben lebendiger und die Lebensmittel seien gesund.

(AWP)