Real dürfte der Umsatz um rund 0,8 Prozent zulegen, nach einem deutlich stärkeren Jahr 2025 mit etwa 1,8 Prozent, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Retail Outlook 2026» der Grossbank UBS hervorgeht. Nominal wegen höherer Preise erwartet die UBS für 2026 ein Plus von rund 1,0 Prozent.
Als Gründe für die erwartete Abschwächung nannten die Studienautoren eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt sowie geringere Reallohnzuwächse als im Vorjahr. Zwar dürfte eine leichte Frankenabschwächung den Einkaufstourismus kaum weiter beleben, allerdings werde der Onlinehandel voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinne und Umsätze entsprechend ins Ausland abfliessen.
Trotz verhaltener Konsumentenstimmung habe sich das Einkaufsverhalten im Inland bislang aber robust gezeigt, sagte UBS-Ökonomin Meret Mügeli. Preisbewusstsein und ein selektives Konsumverhalten dürften den Wettbewerbsdruck aber auch in der Schweiz erhöhen.
Um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, müssten Unternehmen vermehrt auf Kooperationen zwischen Handel und Industrie setzen. Die Kooperationsqualität hatte zuletzt laut einer Umfrage von Fuhrer & Hotz unter 150 Unternehmen zwischen August und Oktober 2025 nachgelassen.
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(AWP)
