Von November 2025 bis April 2026 stieg die Zahl der Logiernächte gegenüber der Vorjahresperiode um 1,1 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 18,75 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der inländischen Nachfrage, während die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste insgesamt leicht um 0,5 Prozent auf 9,3 Millionen zunahm.

Besonders kräftig entwickelte sich die Nachfrage zwischen Dezember und Februar. Mit der Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten setzte ab März jedoch eine Abschwächung ein: Die Logiernächte gingen im März um 5,2 Prozent und im April um 0,6 Prozent zurück. Das stärkste Wachstum der Saison wurde im Dezember mit einem Plus von 6,8 Prozent verzeichnet.

Rekord bei Gästen aus Amerika

Die europäischen Gäste sorgten im Winter für 5,8 Millionen Logiernächte, was einem Plus von 1,8 Prozent entspricht. Zuwächse kamen insbesondere aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Spanien. Die Nachfrage aus Amerika erreichte mit einem Anstieg von 5,5 Prozent auf 1,8 Millionen Logiernächte einen Rekordwert, wobei die USA das stärkste absolute Wachstum verzeichneten.

Deutlich rückläufig war hingegen die Nachfrage aus Asien. Die Zahl der Logiernächte sank um 10,1 Prozent auf 1,4 Millionen. Besonders stark fiel der Rückgang bei Gästen aus Indien, den Golfstaaten und Südkorea aus.

Verhaltener Optimismus

Für die anstehende Sommersaison zeigt sich die Branche verhalten optimistisch. So dürften die neben dem Heimmarkt wichtigsten Märkte Deutschland, USA, Grossbritannien und Frankreich ein stabiles Fundament bilden, wie Schweiz Tourismus in einer Mitteilung schreibt. Auch der starke Franken dürfte die Wettbewerbsfähigkeit weniger stark beeinträchtigen als befürchtet, zumal die Preise im Ausland noch stärker gestiegen seien.

Belastend bleibt hingegen die Entwicklung in den Fernmärkten. Für Asien wird im Sommer ein Rückgang der Logiernächte um rund 18 Prozent erwartet. In den Golfstaaten zeichnet sich zwar dank einer Erholung der Nachfrage aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Verbesserung ab, dennoch dürfte das Minus gegenüber dem Vorjahr rund 30 Prozent betragen.

Der verhaltene Optimismus wird auch von den Konjunkturforschern gestützt. So gingen das KOF Institut der ETH Zürich und BAK Economics zuletzt von einem Minus von 1,6 Prozent bzw. 1,0 Prozent gegenüber dem Rekordsommer 2025 aus. Auch für das Gesamtjahr 2026 wird mit einem leichten Rückgang gerechnet.

an/cg

(AWP)