Insgesamt verbesserte sich der Deckungsgrad im vierten Quartal um 4,1 Prozent auf 128,5 Prozent und damit den höchsten Wert seit rund zweieinhalb Jahren, wie der Pensionskassenindex des Beratungsunternehmen WTW zeigt. Zurückzuführen sei die Verbesserung sowohl auf eine positive Entwicklung der Vermögenswerte (+1,3 Prozent) als auch auf sinkende Verpflichtungen (-1,9 Prozent).
Gestiegene Diskontierungssätze
Gegen Jahresende seien die Zinsen erneut gestiegen, so WTW. Zurückzuführen sei der jüngste Anstieg auf höhere Renditen von Schweizer und europäischen Unternehmensanleihen, zunehmende politische Unsicherheiten sowie Erwartungen an ein länger anhaltend hohes Zinsniveau.
Höhere Renditen wirkten sich direkt in Form von höheren Diskontierungssätzen auf die Bewertung von Pensionsverpflichtungen aus, erinnert WTW. Die Vermögenswerte hätten derweil nur moderat zugenommen, eine Korrektur an den Aktienmärkten sei aber bislang ausgeblieben.
Solides Jahr 2025
Insgesamt können die Pensionskassen laut WTW auf ein solides Jahr 2025 zurückblicken. Trotz eines anspruchsvollen und volatilen Marktumfelds hätten die Institute mit einer Benchmark-Rendite von rund 3,2 Prozent weiterhin positive Ergebnisse erzielt. Im Jahr 2024 hatte die Benchmark-Rendite allerdings noch bei 10,1 Prozent gelegen, womit die Vorsorgeinstitute ihre Wertschwankungsreserven wieder aufbauen konnten.
Die Pensionskassen hätten in den vergangenen drei Jahren von herausragenden Anlageerträgen profitieren können, halten die WTW-Experten fest. Angesichts der derzeit hohen Bewertungen an den globalen Aktienmärkten könnte jedoch eine Marktkorrektur bevorstehen, weshalb weiterhin «Disziplin und umsichtiges Risikomanagement» erforderlich seien, mahnen sie.
(AWP)

