Eine starke UBS stärke die Schweiz, und eine starke Schweiz stärke die UBS. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Duo nicht erfolgreich sein kann.»
Der Streit über verschärfte Kapitalanforderungen für die nach dem CS-Untergang einzig verbliebene hiesige Grossbank sorgte immer wieder für Wegzug-Gerüchte. Während der Bundesrat unter anderem eine vollständige Eigenkapitalunterlegung der UBS-Tochtergesellschaften im Ausland fordert, spricht sich die Bank vehement dagegen aus.
«Keine 10-Millionen-Schweiz» nicht die richtige Antwort
Der demokratische Prozess nehme jetzt seinen Lauf, so Ermotti weiter. Die UBS wolle dazu beitragen, dass die Entscheidung auf Fakten basiere und weniger auf «Emotionen und Angstmacherei». Und am Ende werde man den Entscheid des Parlaments «akzeptieren und respektieren».
Gleichzeitig sei die UBS ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Wirtschaft und dem sollte Sorge getragen werden. Derweil sei die Beziehung zu Bern «professionell» und sollte konstruktiv sein, sagte er auf die Anspielung, das Verhältnis zum Bundesrat sei in letzter Zeit nicht unbedingt besser geworden.
Der «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Vorschlag der SVP, über den am 14. Juni abgestimmt wird, ist Ermotti zufolge derweil «nicht die richtige Antwort, um das Problem zu lösen». Gleichzeitig müssten die Sorgen der Bevölkerung ernst genommen werden, bevor es zu extremen Initiativen komme, betonte er.
«Ich hoffe nicht»
Am Schluss fragte der Moderator auf der SEF-Bühne den UBS-Chef, ob er bei der nächsten Fussball-WM in vier Jahren immer noch CEO der Bank sein werde. «Ich hoffe nicht», war seine Antwort.
Ermotti hatte bei seiner Rückkehr zur UBS 2023 gesagt, er werde mindestens bis zum Ende der CS-Integration bleiben. Diese soll grösstenteils bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zuletzt wurde darüber spekuliert, er könnte wegen der Regulierungsdebatte bis Ende 2027 im Amt bleiben und später das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernehmen.
ys/rw
(AWP)
