In Ungarn wurde umgehend auf die Äusserung reagiert. «Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskyj gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus», schrieb Orbans Pressesprecher Zoltan Kovacs auf der Plattform X. Persönliche Emotionen hätten nichts in Angelegenheiten wie dieser zu suchen. Ungarn werde sich nicht einschüchtern und erpressen lassen.

Budapest blockiert die Freigabe des EU-Kredits aufgrund des eingestellten Transits über die Erdölpipeline «Druschba» (Freundschaft). Ukrainischen Angaben nach wurde diese durch einen russischen Drohnenangriff Ende Januar auf ein Tanklager bei der westukrainischen Stadt Brody beschädigt. Ungarn und auch die ebenfalls vom Transitstopp betroffene benachbarte Slowakei zweifeln diese Angaben an und fordern Zugang für eine Expertenkommission der Europäischen Union.

Selenskyj verweigerte diesen unter Verweis auf ukrainische Experten. «Ich denke, dass unser Wort reicht», sagte er und stellte eine Reparatur frühestens Mitte April in Aussicht./ast/DP/men

(AWP)