Um 13.23 Uhr gewinnen SGS Namen noch 1,9 Prozent auf 85,58 Franken. Die Tageshöchstkurse liegen gar bei 86,22 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) steht gleichzeitig mit knapp 0,7 Prozent im Plus.
Um das eigene Wachstumsprofil zu schärfen, will sich die britische Intertek von der Geschäftseinheit Energy & Infrastructure trennen. Diese geht aus einem Zusammenschluss der beiden bisherigen Bereiche World of Energy sowie Industry & Infrastructure hervor. 2025 steuerten die beiden Bereiche gemeinsam knapp 1,6 Milliarden britische Pfund zum Gruppenumsatz bei. Intertek will die so entstehende Geschäftseinheit entweder verkaufen oder als eigenständiges Unternehmen abspalten, wie einer Medienmitteilung entnommen werden kann.
Wie aus dem hiesigen Handel verlautet, finden die Pläne der Briten an der Börse durchaus Gehör. In London gewinnen die Intertek-Aktien zur Stunde knapp 12 Prozent. Dass die Valoren von SGS ebenfalls in den Genuss steigender Kurse kommen, erklären sich Beobachter einerseits damit, dass das Schweizer Unternehmen dem Beispiel des Mitbewerbers folgen könnte.
Andererseits werden die Aussagen Interteks zur Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten auch aus Sicht von SGS als ermutigend beurteilt. Firmeneigenen Angaben zufolge konnte der Gruppenumsatz zu konstanten Wechselkursen gegenüber der Vorjahresperiode um 5,4 Prozent gesteigert werden. Das ist etwas mehr, als dass sich Analysten erhofft hatten.
Obwohl die Aktien von SGS zuletzt etwas Boden gutmachen und den Dividendenabgang weitestgehend wettmachen konnten, errechnet sich seit Jahresbeginn noch immer ein Minus von knapp 8 Prozent. Damit ist der Warenprüfkonzern aus Zug bei den 30 Titel aus dem Swiss Leaders Index (SLI) im hintersten Drittel anzutreffen.
lb/rw
(AWP)

