In der ersten Jahreshälfte 2026 steigerte SGS den Umsatz um 7,6 Prozent auf 3,68 Milliarden Franken, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Dabei bremsten Wechselkurseffekte das Wachstum erneut, dies wurde aber von den weiteren Firmenzukäufen mehr als ausgeglichen.

Organisch, also um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt, legte der Umsatz mit 5,6 Prozent stärker als von Analysten erwartet zu. Dabei sei es gelungen, das Wachstum im zweiten Quartal (+5,9 Prozent) im Vergleich zum Startquartal (+5,3 Prozent) zu beschleunigen, wie SGS-Chefin Géraldine Picaud laut der Mitteilung erklärte.

Bis dato hat SGS in diesem Jahr 14 kleinere, das bestehende Geschäft ergänzende Zukäufe getätigt. Die würden dereinst rund 100 Millionen Franken zum Jahresumsatz beitragen, hiess es. Zu der im letzten Jahr getätigten Grossübernahme ATS seien derweil bereits erste Synergien realisiert worden.

Grosse Nachfrage nach Cybersicherheit

Stark zugelegt hat SGS im Halbjahr in den strategisch wichtigen Geschäftsfelder «Digital Trust» und «Nachhaltigkeit» mit Wachstumsraten von unbereinigt 38 und 18 Prozent. Angebote rund um die Daten- und Cybersicherheit oder zum Schutz von KI-Infrastrukturen würden gut nachgefragt. Gleiches gelte für jene auf der Nachhaltigkeitsplattform Impact Now, hiess es.

Nach Regionen betrachtet war mit einem organischen Plus von knapp 10 Prozent das grösste Tätigkeitsgebiet Asien-Pazifik der Wachstumsmotor der Gruppe. SGS legte überdies in Lateinamerika (+9,0 Prozent) und Nordamerika (+6,1 Prozent) gut zu, während die Umsätze in Europa um 2,3 Prozent stiegen.

In der Region Osteuropa, Mittlerer Osten und Africa verzeichnete SGS dagegen, vom Nahost-Konflikt belastet, einen Umsatzrückgang von 2,8 Prozent. Vor allem das Industrie- und das Rohstoffgeschäft wurden in der Konfliktregion gebremst.

Auf Zielkurs

Das Wachstum von SGS war profitabel: Der bereinigte operative Gewinn rückte um 9,0 Prozent auf 555 Millionen Franken vor und die dazugehörige Marge stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. Der Reingewinn fiel dagegen von höher als erwarteten Restrukturierungs- und sonstigen Kosten belastet um 1,6 Prozent auf 309 Millionen Franken.

Die Gruppe sieht sich auf Kurs, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Sowohl für 2026 als auch in der 2027-Strategie wird ein organisches Wachstum von 5 bis 7 Prozent angestrebt, das von einem ähnlich hohen Wachstum aus Zukäufen begleitet ergänzt werden soll. Zugleich soll die bereinigte Betriebsgewinnmarge 2026 über die Marke von 16 Prozent und 2027 auf 16,2 Prozent geführt werden.

Neue Mittelfristziele und strategische Pläne dürfte SGS dann im November anlässlich eines Investorentags präsentieren.

mk/jl

(AWP)