Der Umsatz von Januar bis März lag mit 1,75 Milliarden Franken auf einem Rekordniveau, wie der Genfer Konzern am Donnerstag mitteilte. Das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, betrug das Wachstum 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 5,6 Prozent gewesen. Akquisitionen trugen 7,3 Prozent zum Umsatz bei, während sich Währungseffekte deutlich negativ mit 8,7 Prozent auswirkten.

Entwicklung in den Regionen

Alle Regionen verzeichneten ein organisches Wachstum. Besonders stark fiel dieses dabei in den Regionen Asien-Pazifik und Südamerika aus. So kletterte der organische Umsatz in Asien-Pazifik um 8,9 Prozent auf 502 Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung am Donnerstag. Die nach absoluten Werten kleinste Region Südamerika legte um 8,5 Prozent auf nun 169 Millionen Franken zu.

In den übrigen Regionen Europa (+2,4 Prozent), Osteuropa, Naher Osten und Afrika (+2,0 Prozent) sowie Nordamerika (+1,4 Prozent) stieg der Umsatz vergleichsweise weniger stark an.

Mit Blick auf die zwei Sparten kletterte der Umsatz in der grössten Division Testing & Inspection um 5,0 Prozent auf 1,56 Milliarden Franken. Alle Bereiche hätten dieses Wachstum unterstützt. Die deutlich kleinere Sparte Business Assurance legte um 7,4 Prozent auf 186 Millionen zu. Hier sei das Wachstum besonders stark in den Bereichen Nachhaltigkeit und digitale Sicherheit ausgefallen, heisst es weiter.

Strategie auf Kurs

Mit der «Strategy 27» sieht sich SGS weiterhin voll auf Kurs. «Wir sind den Zielen nach wie vor voraus», sagte CEO Géraldine Picaud an einer Telefonkonferenz. Auch die bis 2027 geplante Umsatzverdopplung des Nordamerika-Umsatzes auf dann 1,5 Milliarden Franken dürfte erreicht werden. «Am Kapitalmarkttag Ende des Jahres werden wir dann neue Ziele und eine neue Strategieperiode vorstellen», so die Chefin.

Zum Wachstum beitragen sollen auch nach wie vor Ergänzungsakquisitionen. Dabei will sich SGS auf die Regionen Nordamerika und Europa konzentrieren. Seit Jahresbeginn wurden bereits neun Zukäufe getätigt und die Pipeline sei stark. Die im vergangenen Jahr übernommene ATS habe starke Ergebnisse geliefert und die Integration sei «voll auf Kurs», wie es heisst.

Ziele trotz Nahost-Konflikt bestätigt

Die Ziele für das laufende Jahr werden von SGS bestätigt - trotz der Situation im Nahen Osten. Entsprechend wird für 2026 weiterhin ein organisches Wachstum von 5 bis 7 Prozent erwartet. Weitere 5 bis 7 Prozent will SGS durch Firmenübernahmen (inkl. ATS) generieren. Gleichzeitig soll die bereinigte Betriebsgewinnmarge bei über 16 Prozent liegen.

Derzeit sieht SGS nur geringen Einfluss durch den Nahost-Konflikt. «Die Region Naher Osten macht nur etwa 3 Prozent unseres Gesamtumsatzes aus. Im März hatten wir dort geringe Auswirkungen, insgesamt sind wir sehr resilient», sagte CEO Picaud.

An der Börse stiessen die Zahlen zunächst auf ein positives Echo. Analysten sprachen von soliden Ergebnissen. Zudem beruhige der bestätigte Ausblick, insbesondere nachdem zuletzt die Konkurrenz eher enttäuschte. Bis zum späten Vormittag lagen die Titel dann noch mit 0,1 Prozent hauchdünn im Plus.

dm/cg

(AWP)