Shein werde die Titel voraussichtlich zu 48,56 Hongkong-Dollar zuteilen, sagten zwei mit ⁠der Angelegenheit vertraute Personen. Damit nehme Shein rund 1,73 Milliarden US-Dollar ein und komme auf ‌eine Unternehmensbewertung von etwa 26,5 Milliarden Dollar. Eine Stellungnahme ‌des Konzerns lag zunächst nicht vor. ​Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant. Das Orderbuch für den am Montag gestarteten Börsengang war einem Reuters-Bericht zufolge bereits am Dienstag vollständig gezeichnet.

Die Bewertung markiert einen deutlichen Rückgang ‌für den in China gegründeten und in Singapur ansässigen Konzern. 2022 war Shein noch mit fast 100 Milliarden Dollar bewertet worden, bei einer Finanzierungsrunde 2023 waren ​es bereits nur noch 66 Milliarden Dollar. Dem Börsengang ​in Hongkong waren in den vergangenen vier Jahren ​vergebliche Versuche vorausgegangen, in New York und London an die Börse zu gehen. Ankeraktionäre ‌wie Boyu Capital, Tiger Global und General Atlantic haben dem Prospekt zufolge bereits Aktien im Wert von rund 383 Millionen Dollar gezeichnet. Auch Tencent und UBS ​Asset Management ​steigen ein. Rund 80 Prozent der ⁠Einnahmen will Shein in seine Technologie sowie ​den Ausbau der Marke ⁠und der weltweiten Präsenz stecken.

Der für seine extrem günstige Kleidung bekannte Händler ‌hat in seinen wichtigsten Märkten in den USA und Europa mit regulatorischen Hürden und wachsendem Wettbewerb zu kämpfen. Der Umsatz wächst nur ‌noch langsam, und die Margen sinken. Für das erste ​Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 1,1 Prozent. 

(Reuters)