Infolge des Angriffs brach den Angaben von Shell zufolge ein Brand an dem Standort aus, der inzwischen gelöscht wurde. Die Anlage befinde sich in einem «sicheren Zustand», hiess es weiter. Das Ausmass des Schadens muss noch ermittelt werden. Einer Mitteilung von Qatar-Energy zufolge gab es «erhebliche Schäden». Shell betreibt die Anlage zusammen mit dem staatlich-katarischen Konzern.
Gas-to-Liquid ist ein Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dabei wird Gas in hochwertige flüssige Produkte umgewandelt. Täglich werden dort bis zu 1,6 Milliarden Kubikfuss Erdgas umgewandelt in 140.000 Barrel Flüssigprodukte, wie Diesel, Kerosin und Basisöle. Die Anlage ist Shell zufolge die grösste weltweit. Die Produktion von Flüssiggas (LNG) an dem Standort hatte Shell bereits Anfang März heruntergefahren.
Der Iran hatte in den vergangenen Tagen die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Region intensiviert. Sie werden als Vergeltung interpretiert, nachdem Israel zuvor das iranische Gasfeld South-Pars angegriffen hatte.
(AWP)

