Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht des «Walliser Boten». Dieser berichtete darüber, dass sich gewisse Arbeitslosenkassen mit einer verstärkten Häufung emotionaler Reaktionen konfrontiert sähen.
Deshalb hätten sowohl die öffentlichen Arbeitslosenkassen als auch die Zweigstellen der Gewerkschaften Unia und Syna Sicherheitspersonal zugezogen, um die Angestellten vor Übergriffen zu schützen. Bis anhin ist es gemäss dem Bericht des «Walliser Boten» aber noch zu keinen wirklich bedrohlichen Situationen gekommen.
Auch in weiteren Kantonen sei Sicherheitspersonal im Einsatz, teilte eine Mediensprecherin der Gewerkschaft Unia auf Anfrage mit. Es sei zu sehr wenigen kritische Situationen gekommen, die aber nichts mit dem neuen System zu tun gehabt hätten.
Die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen werden vom Ausgleichfonds der Arbeitslosenversicherung getragen, wie das Seco schreibt. Der Entscheid, Sicherheitsangestellte einzustellen, werde ausschliesslich von den Arbeitslosenkassen getroffen. Das Seco mache keine Vorgaben dazu.
Technische Störung behoben
Die technischen Störungen seien inzwischen behoben, so das Seco weiter. Die Systemgeschwindigkeit habe aber noch nicht das gewünschte Niveau erreicht, sei aber auf einem guten Weg dahin.
Die Verbesserungen des Systems und die Behebung der Problemen werde in der nun folgenden intensiven Nachbetreuungsphase fortgesetzt, heisst es weiter. Diese werde bis Juni 2026 andauern und darüber hinaus fortgesetzt.
Am 6. Januar hatte das Seco ein neues IT-System aufgeschaltet. Dabei wurde der Release von erheblichen technischen Problemen begleitet. Das hatte zur Folge, dass viele Arbeitslosengelder nur verspätet oder noch gar nicht ausbezahlt werden konnten. Betroffen waren in erster Linie neu angemeldete Arbeitslose, für die der Anspruch auf Arbeitslosengelder noch abgeklärt werden musste.
(AWP)
