Das SIG-Papier zieht um 09.20 Uhr um 8,9 Prozent auf 11,98 Franken an, während der Gesamtmarkt (SMIM) 0,5 Prozent tiefer steht. Der Titel hat beträchtliches Aufholpotenzial nach der schwachen Performance vor allem im letzten Jahr.
Der Verpackungshersteller schnitt beim organischen Wachstum und vor allem bei der Marge im ersten Quartal deutlich besser ab als erwartet. So hatten die Analysten gemäss dem AWP-Konsens mit einer EBIT-Marge von lediglich 12,1 Prozent gerechnet, tatsächlich sind es nun 13,4 Prozent geworden. Statt einer Verschlechterung gab es also eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Die erzielten Resultate seien durchs Band über den Erwartungen ausgefallen, schreibt Vontobel-Analyst Manuel Lang in einem ersten Kommentar. Getragen worden sei dies von Timing-Effekten in Asien und Vorbestellungen in Nahost, zudem hätten sich die operativen Massnahmen begonnen auszuzahlen.
Die Zürcher Kantonalbank begrüsst die verstärkte strategische Ausrichtung auf das aseptische Kartongeschäft. Der Strategie bezüglich der Bag-in-Boxen und Standbeutelverpackungen gegenüber bleibt die Bank jedoch weiterhin kritisch eingestellt, wie sie in einer Einschätzung schreibt. Insgesamt bezeichnet sie die Zahlen aber ebenfalls als solid und auf Stufe Profitabilität als deutlich über den Erwartungen.
Gut kommt am Markt ausserdem die bestätigte Guidance an. Im Vorfeld habe es nämlich Befürchtungen gegeben, dass diese wegen der Rohstoffinflation gesenkt werden müsse, heisst es bei Barclays. «Daher gehen wir davon aus, dass die Aktie heute gut abschneiden wird.»
Allerdings warnen die UBS-Experten vor zu viel Euphorie: Sie befürchten, dass das zweite Quartal schwieriger werden könnte wegen der höheren Rohstoffpreise. SIG arbeite zwar daran, die gestiegenen Kosten weiterzugeben, doch dies brauche üblicherweise etwas Zeit.
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(AWP)
