«Wir wissen von Skyguide, dass nicht unmittelbar im Flugsicherungsbereich abgebaut wird», sagte der Schweizer Verkehrsminister. Der Abbau werde auch eine Frist bis 2029 haben, so Rösti im Nationalrat weiter.

Der Bund warte jetzt noch auf die konkreten Umsetzungsvorschläge von Skyguide und werde dann diese Vorschläge auch auf deren Sicherheitsrelevanz prüfen, sagte Rösti weiter. Wie viele Kündigungen vermieden könnten und wie viele nötig seien, wisse er jetzt noch nicht.

Rösti sagte auch, die «Eignerdepartemente» hätten von Skyguide Anpassungen an der Struktur verlangt. Die Kosten des Unternehmens seien besonders beim Personal in letzter Zeit stark gestiegen. Skyguide müsse Anstrengungen bei der Kosteneffizienz ergreifen, ohne die Sicherheit des Luftverkehrs zu gefährden.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt werde die Skyguide-Entscheide auf Sicherheitsrelevanz prüfen, sobald diese im Verwaltungsrat des Unternehmens gefällt seien und sie vorlägen.

Bis zu 220 Stellen weniger

Skyguide gab Mitte Mai bekannt, das Unternehmen rechne mit einem Abbau von bis zu 220 Stellen bis Ende 2027. Die ersten neunzig Stellen könnten schon bis Ende des Jahres wegfallen. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens werde Skyguide gemeinsam mit Sozialpartnern und Arbeitnehmervertretungen Massnahmen prüfen, um die Zahl der Kündigungen möglichst zu begrenzen.

Als Gründe für den Stellenabbau nannte Skyguide steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele sowie komplexe interne Strukturen. Die Personalkosten hätten 2025 rund 382 Millionen Franken betragen, bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.

Skyguide wolle mit strukturellen Anpassungen die finanzielle Stabilität sichern, die Effizienz erhöhen und die Organisation stärker auf den Kernauftrag der Flugsicherung ausrichten, hiess es. Sicherheit und Betriebskontinuität seien während des gesamten Prozesses gewährleistet.

(AWP)