Auch die Einfuhrpreise sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA können die Marktstimmung nicht verbessern. Die Erstanträge fielen dabei leicht geringer aus als erwartet.

Das Hauptthema am Markt bleibt die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt. Bereits kleinste Hinweise auf eine Deeskalation lösten am Vormittag kurzzeitige Kursgewinne aus. Allerdings gebe es bisher noch keine eindeutigen Anzeichen für ein Ende des Militäreinsatzes gegen den Iran, sagen Marktbeobachter. Angesichts der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten hielten sich Investoren zurück.

Ölpreis verteuert sich weiter

Der Ölpreis setzt seinen seit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fort. Derzeit wird Brent-Öl zu 83,38 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt (+2,4 Prozent). Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert.

Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Indizes ohne klare Richtung

Der SMI verliert nach 14.30 Uhr an Terrain. Aktuell steht er bei 13'430 Zählern (-0,6 Prozent). Am Morgen bewegte er sich richtungslos zwischen einem Hoch von 13'557 und einem Tief von 13'388.

Von den Bluechips gibt es am heutigen Handelstag keine stark treibenden Nachrichten. Holcim (+0,9 Prozent) liegen an der Spitze im SMI zu und stützen sich damit auf einen Analystenkommentar von Barclays. Am Indexende bekommen derweil Kühne+Nagel (-2,6 Prozent) die auf der ganzen Branche lastenden Sorgen wegen des Nahostkonflikts und den Auswirkungen auf den globalen Handel zu spüren. Hinzu kommen Zahlen von Konkurrent DHL.

Im breiten Markt stehen Sonova (-4,6 Prozent) und VAT (-3,1 Prozent) unter Druck. Sonova leidet unter schlechten Zahlen des Konkurrenten Amplifon. Von Apple-Zulieferer Broadcom kamen hingegen gute Zahlen.

Ausserdem sacken in den hinteren Rängen Cicor nach Zahlen um gut 10 Prozent ab. Auch Bossard (-3,4 Prozent) werden abgestossen.

Zu den wenigen Gewinnern zählen hingegen nach Zahlen Galderma (+7,8 Prozent). Vor allem der positive Ausblick kommt gut an.

ls/ra

(AWP)