Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Bereitschaft zu Eingriffen am Devisenmarkt zur Schwächung des Schweizer Frankens bekräftigt. Die Bereitschaft, zu intervenieren, sei angesichts der jüngsten politischen Ereignisse höher, sagte SNB-Vizepräsident Antoine Martin am Mittwoch vor Journalisten.
Der Schweizer Franken gilt bei Anlegern als sicherer Hafen und hatte zuletzt im Zuge des Konflikts im Nahen Osten aufgewertet. Am Montag war der Euro auf 0,9037 Franken gefallen, da Anleger wegen der geopolitischen Lage Sicherheit in der Schweizer Währung suchten. Dies war der tiefste Stand seit dem sogenannten Frankenschock im Januar 2015. Darauf liess die SNB verlauten, dass die Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht sei. Eine derartige verbale Intervention hatte die SNB zuletzt 2016 nach dem Brexit-Votum der Briten vorgenommen.

