Ziel der Soforthilfe mit Geld sei es, den Betroffenen mit möglichst wenig Verwaltungsaufwand zu helfen, teilte der Staatsrat am Mittwoch mit. Die betroffenen Personen werden vom Kanton Wallis kontaktiert. Sie können sich auch an die Opferberatungsstellen wenden.
Zudem hat der Kanton ein spezielles Spendenkonto eingerichtet, auf das private und institutionelle Beiträge eingezahlt werden können. Mehrere Personen und Organisationen hätten den Wunsch geäussert, Spenden zu überweisen. Diese Gelder seien ausdrücklich nicht zur Deckung der vom Kanton getragenen Kosten bestimmt, schreibt die Kantonsregierung in der Medienmitteilung.
Die Verteilung der Spenden soll zu einem späteren Zeitpunkt geregelt werden. Eine Stiftung soll gegründet werden, welche die eingehenden Spenden verwalten und austeilen wird. In der Stiftung sollen alle betroffenen Parteien mit Ausnahme der öffentlichen Institutionen vertreten sein.
Verbot von Feuerwerk
Weiter verbietet das Wallis den Gebrauch von pyrotechnischen Gegenständen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen. Der verheerende Brand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht war vermutlich von Wunderkerzen auf Champagnerflaschen ausgelöst worden. Sie hatten die aus Schaumstoff bestehende, schalldämmende Decke der Bar mutmasslich in Brand gesetzt.
Auch der Kanton Genf beschloss am Mittwoch ein Verbot eines Einsatzes von pyrotechnischen Gegenständen in Restaurants, Bars und Diskotheken. Für ein solches hatte sich der Waadtländer Staatsrat bereits vergangene Woche ausgesprochen.
Die Freiburger Kantonsregierung ist dagegen der Ansicht, dass ein generelles Verbot von Feuerkörpern mit sehr geringem Risiko in Gaststätten unverhältnismässig sei. Auch die Bündner Regierung sieht bei den kantonalen Brandschutzvorschriften gegenwärtig keinen Handlungsbedarf, wie Regierungsrat Peter Peyer am Dienstag sagte.
Mehr Unterstützung für Gemeinden
Laut der Walliser Regierung hat sich der für die Sicherheit zuständige Staatsrat, Stéphane Ganzer, in der Zwischenzeit mit Mitgliedern des Präsidiums des Verbandes der Walliser Gemeinden getroffen. Ziel des Treffens war es demnach, eine verstärkte Unterstützung für die Gemeinden beim Brandschutz zu koordinieren.
So soll zum Beispiel die Ausbildung der kommunalen Sicherheitsbeauftragten im Wallis verstärkt werden. Eine IT-Plattform soll künftig die Überwachung der Kontrollen erleichtern, welche die Gemeinden durchführen müssen.
Die am 1. Januar nach der Brandnacht von ihm ausgerufene «besondere Lage» hob der Staatsrat inzwischen auf, wie er ferner bekanntgab.
(AWP)
