Die SoftwareOne-Aktie notiert um 09.40 Uhr in einem wenig veränderten Gesamtmarkt 8,9 Prozent höher auf dem Stand von 17,20 Franken, im bisherigen Tageshoch waren es sogar 17,32. Die Volumen sind hoch, ist doch bereits klar mehr als die Hälfte eines üblichen Tagesvolumens gehandelt.
Hintergrund des Anstiegs ist ein früheres Angebot der Private Equity Gesellschaft Bain Capital für ein Going Private von SoftwareOne. Bain hatte zuletzt 18,80 Franken pro SoftwareOne-Aktie geboten, aber der Verwaltungsrat lehnte dies nach einer längeren strategischen Überprüfung Mitte Januar ab.
Nun wollen die Gründeraktionäre um Daniel von Stockar den Verwaltungsratspräsidenten anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung absetzen und neue Mitglieder in das Gremium wählen lassen. Sie geben sich überzeugt, dass SoftwareOne in einer nächsten Phase in einem privaten Umfeld besser gedeihen würde und entsprechend ein Going-Private mit dem richtigen Partner im besten Interesse von SoftwareOne und aller Stakeholder wäre. Sie glauben auch, dass weitere Aktionäre ein solches Angebot unterstützen würden.
Ob Bain Capital weiter Interesse an einer Übernahme bzw. einer anschliessenden Dekotierung der Aktien hat, ist bisher nicht bekannt. Eine Quelle aus dem Umfeld des Geschehens sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP, dass Bain Capital «in dieser Sache derzeit nicht mehr tätig» sei, die Gründeraktionäre aber «weiterhin im Dialog» mit Bain seien bezüglich möglicher nächster Schritte. Bain Capital und die Gründeraktionäre hatten sich im letzten Juni im Zusammenhang mit dem Angebot zu einer Gruppe zusammengeschlossen und diese bisher nicht offiziell aufgelöst.
Vollständig überzeugt scheint der Markt aber noch nicht, dass die Bemühungen der Gründeraktionäre von Erfolg gekrönt sein werden. Auf dem aktuellen Kurs notiert das Papier jedenfalls knapp 10 Prozent unter dem zuletzt kolportierten Übernahmepreis.
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(AWP)