Die Sony-Aktie legte in Tokio zunächst spürbar zu und nahm Kurs auf die runde 4.000-Yen-Marke, fiel dann aber wieder zurück und notierte zuletzt 0,3 Prozent schwächer. Das Papier des Elektronikriesen hat sich zuletzt bereits etwas erholt vom scharfen Abschwung seit dem Winter. Kostete eine Aktie im November noch bis zu 4.776 Yen, war sie im Mai bis auf 3.043 Yen gefallen.
Dem Anteilsschein setzt die scharfe Verteuerung von Speicherchips zu, die Sony bei der Playstation höhere Kosten beschert und die Konsole für Käufer weniger erschwinglich macht. Konkurrenz von KI-Software könnte zudem die Profitabilität der eigenen Spieleentwicklung, Filmstudios und Musiklabels unter Druck setzen.
Auch beim Umsatz und dem Nettoergebnis rechnet sich der neue Sony-Chef Kenji Tanaka nach dem ersten Quartal etwas mehr aus. Da zog der Umsatz um 8 Prozent auf 2,8 Billionen Yen an. Ohne den schwächeren Yen wäre er aber leicht geschrumpft. Das operative Ergebnis wuchs um 40 Prozent auf knapp 477 Milliarden Yen. Unter dem Strich entfiel auf die Sony-Aktionäre mit 342 Milliarden Yen rund ein Drittel mehr Gewinn.
Besser liefen die Geschäfte aus eigener Kraft im Musikgeschäft, in dem Sony an Streaming-Erlösen, Ticketverkäufen und Merchandise mitverdient. Auch mit Bildsensoren, wie sie etwa in Sony-Fotokameras und Handykameras stecken, erlöste Sony mehr.
Einer der Hauptfaktoren für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten dürfte der Erfolg des Videospiel-Blockbusters GTA VI sein. Dessen für Herbst geplante Veröffentlichung erwarten neben Spiele-Fans auch die Anleger gespannt. Sie hoffen darauf, dass der Spieleklassiker mehr Nutzer auf die Sony-Plattform rund um die Playstation lockt./men/lew/jha/
(AWP)
