Die SP bestätigte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung des «Tages-Anzeigers».
Die Partei bezeichnet den indirekten Gegenvorschlag als grossen Erfolg. Familien würden spürbar entlastet. «Es ist die erste echte Verbesserung bei der externen Kinderbetreuung seit Jahren und damit ein wichtiges Puzzlestück für die Gleichstellung in der Schweiz», schreibt die SP auf Anfrage.
Mit dem neuen Bundesgesetz würden Familien dauerhaft und spürbar entlastet - mit Beträgen zwischen 100 und 500 Franken pro Monat, in Abhängigkeit der Anzahl Betreuungstage, so die SP. Das sei ein substanzieller Fortschritt, weshalb das Initiativkomitee trotz gewissen Abstrichen entschieden habe, die Kita-Initiative bedingt zurückzuziehen.
Die Volksinitiative «Für eine gute und bezahlbare familienergänzende Kinderbetreuung für alle» hatte verlangt, dass Eltern höchstens zehn Prozent des Einkommens für die Kita-Plätze ihrer Kinder ausgeben müssen.
Mit dem Rückzug beginnt nun die Referendumsfrist zu laufen. Ob eines ergriffen wird, ist offen. Der Schweizerische Gewerbeverband hatte sich aber bereits ablehnend gegenüber dem indirekten Gegenvorschlag geäussert.
(AWP)
