«Ich frage jeden Unternehmer: Habt ihr den Stresstest so gemacht, dass Euer Unternehmen weiterlebt, wenn ihr Eure Anlage in China abschreiben müsst?», sagte er. «Die Bundesregierung jedenfalls kann diese Risiken nicht übernehmen.»
Neue EU-Vorgaben zur Diversifizierung von Lieferketten lehnte Spahn aber ab, weil das zusätzliche Berichtspflichten bedeuten würde. «Zur Diversifizierung zwingen heisst ja wieder: Berichte schreiben, Nachweise erbringen», erklärte er. «Dem kann ich wenig abgewinnen.» Stattdessen sprach er sich unter anderem für neue Partnerschaften mit anderen Ländern aus.
Beim aktuellen EU-Gipfel in Brüssel beraten die Staats- und Regierungschefs über den weiteren Kurs gegenüber China. Im Fokus steht die Frage, wie Europa auf Chinas enorme staatliche Förderung, hohe Exporte und Rekordüberschüsse reagieren soll, die der europäischen Industrie durch billigere chinesische Konkurrenz zusetzen./and/DP/jha
(AWP)
