"Aussergewöhnliche Daten, die die Stärke unserer Wirtschaft belegen", teilte der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf Twitter mit. Arbeitsministerin Yolanda Díaz sprach von "historischen Zahlen".
Trotz dieser Zahlen und der schon länger anhaltenden Arbeitsmarkt-Erholung hatten die Sozialisten (PSOE) bei den Regionalwahlen eine Pleite erlitten. Auch die Parlaments-Neuwahl am Sonntag wurde von der oppositionellen konservativen Volkspartei PP gewonnen, die PSOE landete nur auf Platz zwei. Da aber weder die PP noch die PSOE gute Aussichten auf eine Regierungsbildung haben, droht Spanien eine monatelange politische Hängepartie.
Noch im Februar 2021 waren in der viertgrössten Volkswirtschaft der Europäischen Union mehr als vier Millionen Bürger als arbeitslos gemeldet. Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise im Frühjahr 2013 lag die Zahl der Erwerbspersonen ohne Arbeit in Spanien sogar bei gut fünf Millionen. In den vergangenen zehn Jahren hat es somit einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um fast 50 Prozent gegeben.
Spanien hat die Folgen von Corona und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine schneller als andere in den Griff bekommen. Für dieses Jahr werden 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet. Die Inflation fiel von rund zehn Prozent vor einem Jahr auf zuletzt unter zwei Prozent. Von solchen Daten ist Deutschland weit entfernt./er/DP/zb