Trump hatte Anfang März bei einem Treffen mit Merz in Washington harte Kritik an den Regierungen in Madrid und London geübt. «Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen», beschwerte sich Trump mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Deshalb habe er seinen Finanzminister angewiesen, «alle Deals» mit Madrid einzustellen. Vor laufenden Kameras ging Merz im Weissen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein.

Später betonte Merz mit Blick auf den US-Zollkonflikt mit der EU, Spanien sei Mitglied der EU. «Und als solches führen wir Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA nur gemeinsam oder gar nicht», stellte Merz klar. Das öffentliche Schweigen hatte die Regierung in Madrid verärgert.

Spanien ist innerhalb der EU einer der schärfsten Kritiker von Trumps Politik und setzt sich deutlich von dem eher auf Schadenbegrenzung bedachten Kurs anderer europäischer Staats- und Regierungschefs wie etwa Merz ab./wea/DP/men

(AWP)