Italiens Aussenminister Antonio Tajani begründete die Ausweisungen am Donnerstag damit, dass Moskau mit «hybriden Waffen» den Westen und Italien angreife. Er bezeichnete dies als «schwerwiegende und inakzeptable Einmischung in die italienischen Institutionen und die nationale Sicherheit». Das russische Aussenministerium kündigte unverzüglich eine «entsprechende Antwort» an. In der Regel reagiert Moskau auf Ausweisungen seiner Diplomaten mit der Abschiebung von Botschaftsangehörigen des entsprechenden Landes.
Italien gehört in Europa zu den zuverlässigen Unterstützern der Ukraine bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs. Beim Nato-Gipfel in der Türkei hatte Meloni soeben bekräftigt, an dieser Haltung nichts ändern zu wollen. Die mutmassliche Spionagetätigkeit der italienischen Ex-Geheimdienstler - zwei Männer im Alter von 59 Jahren, von denen einer auch an der Nato-Schule im bayerischen Oberammergau tätig war - soll bereits seit mindestens vergangenem Jahr gedauert haben./cs/DP/mis
(AWP)
