Die neue Konzession ab 2029 solle die SRG weiterhin zu einem Vollprogramm verpflichten und befähigen, teilte die SRG Bern Freiburg Wallis am Freitag mit. Dieses Angebot müsse die Bereiche Information, Kultur, Bildung, Unterhaltung sowie Sport umfassen und in allen Sprachregionen erhalten bleiben.

«Sport und Unterhaltung sind kein Beiwerk, sondern Teil des öffentlichen Auftrags», schrieb die Organisation. Diese Bereiche schafften Reichweite sowie eine gemeinsame Öffentlichkeit und trügen zum nationalen Zusammenhalt bei.

Zudem umfasse ein Vollprogramm im 21. Jahrhundert nicht nur lineare Radio- und Fernsehangebote, sondern auch Formate im digitalen Raum, hiess es in der sieben Punkte umfassenden Resolution. Sie fordert auch etwa, dass die Teuerung für die SRG künftig wieder vollständig ausgeglichen wird.

Mit ihren Forderungen nehme sie Bezug auf die deutliche Ablehnung der Halbierungsinitiative, machte die SRG Bern Freiburg Wallis geltend. Der Bundesrat solle dieses Verdikt der Stimmbevölkerung bei der Erneuerung der Konzession umsetzen.

Die aktuelle SRG-Konzession soll per 2029 erneuert werden. Medienminister Albert Rösti (SVP) beabsichtigt, die Rolle der privaten und öffentlichen Sender darin klarer zu definieren. Die SRG solle im Sport, im Unterhaltungs- und im Onlinebereich beschränkt werden - aus Rücksicht auf private Medien, sagte er zuletzt. Für das zweite Quartal 2027 hat der Bundesrat eine öffentliche Vernehmlassung in Aussicht gestellt.

Die SRG Bern Freiburg Wallis ist eine von sieben Mitgliedgesellschaften der SRG Deutschschweiz. Sie vertritt die Interessen der Region Bern, Deutschfreiburg und Oberwallis.

(AWP)