Die grössten Veränderungen zum Budget seien die deutliche Verbesserung des Steuerertrags sowie die Gewinnausschüttung der Schweizer Nationalbank (SNB), fasste Finanzchef Marc Mächler (FDP) das Ergebnis am Mittwoch vor den Medien zusammen.
Im Voranschlag für 2025 hatte die Regierung noch mit einem Minus von 190 Millionen Franken gerechnet. Nun ist es bei einem Aufwand und Ertrag von knapp 6 Milliarden Franken ein Plus von 10,2 Millionen Franken geworden. Statt des geplanten Bezugs von Eigenkapital können die Reserven sogar etwas erhöht werden. Sie liegen bei rund einer Milliarde Franken.
Mit Ausnahme der Gewinn- und Kapitalsteuern stiegen die Einnahmen bei allen Steuerarten. Insgesamt beträgt das Plus im Vergleich zum Budget 96,7 Millionen Franken. Die Gewinnausschüttung der SNB war im Voranschlag mit 84,1 Millionen Franken eingestellt worden. Tatsächlich flossen aber 119,4 Millionen Franken.
Entlastungspaket wirkt ab 2026
Ein weiterer Grund für die schwarzen Zahlen: Es habe im Vergleich zum Budget fast keine Verschlechterungen gegeben, stellte Mächler fest. Praktisch überall war die Entwicklung positiv.
Im Dezember 2025 hatte der St. Galler Kantonsrat wegen eines hohen strukturellen Defizits in der Staatsrechnung ein Entlastungspaket beschlossen. Die ersten Massnahmen werden 2026 umgesetzt, bis 2028 beträgt die Wirkung rund 180 Millionen Franken. Dazu kommt ein Auftrag für ein weiteres Sparpaket von 60 Millionen Franken, zu dem noch keine Massnahmen bekannt sind.
Der Finanzchef hält das Entlastungspaket weiterhin für notwendig, um den Haushalt nachhaltig zu verbessern, wie er betonte. Für die Gesundung der Finanzen brauche es aber kein zusätzliches Sparpaket.
(AWP)
