Die Nachricht zur Nestlé-Säuglingsnahrung und zum Tod eines Babys in Frankreich gab die Staatsanwaltschaft am Freitag bekannt, nachdem sie mehrere Analysen in Auftrag gegeben hatte. Der Fall war zeitlich mit dem Rückruf von Säuglingsmilchprodukten wegen möglicher Verunreinigung durch ein Toxin zusammengefallen.

«Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen scheint der Tod des Säuglings (...) nicht im Zusammenhang mit der Säuglingsnahrung zu stehen, mit der er ernährt wurde», schrieb Renaud Gaudeul, Staatsanwalt in Bordeaux, in einer Mitteilung. Die Untersuchungen würden fortgesetzt, insbesondere auf rechtsmedizinischer Ebene, um die Todesursache festzustellen.

Die Staatsanwaltschaft von Bordeaux hatte am 22. Januar eine strafrechtliche Untersuchung eröffnet. Anlass war der Tod eines Neugeborenen, das eine Säuglingsnahrung von Nestlé konsumiert hatte.

Bei einem anderen Säugling, der im Dezember in Angers verstarb, war am Freitag derweil eine «anormale» Dosis des Toxins Cereulid in der konsumierten Säuglingsmilch von Nestlé festgestellt worden. Dies teilten die Anwälte der Familie mit. Ein direkter Zusammenhang mit dem Tod ist bislang jedoch nicht nachgewiesen.