2026 dürfte kaum besser werden - zwar erwartet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) 1 Prozent Umsatzwachstum, die Beschäftigung werde aber in einer Grössenordnung von rund 60.000 Personen sinken - vor allem, weil Menschen altersbedingt aufhören.
Im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse (IHM) und der Zukunft Handwerk, die kommende Woche in München beginnen, zeichnet ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke laut Redetext ein differenziertes Bild der Lage. Einige Bereiche wie Gebäudetechnik, Energieeffizienz und Klimaanpassung entwickelten sich zwar stabil, andere, vor allem energieintensive Betriebe, Bauhauptgewerbe und Lebensmittelhandwerke, stünden dagegen wegen hoher Kosten und langer Genehmigungsverfahren unter Druck.
Handwerk zieht gemischte Bilanz für die Regierung
Die Bilanz nach fast 300 Tagen der neuen Bundesregierung sei gemischt, so Schwannecke. Positiv sei, dass wichtige Massnahmen wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen, das Entlastungskabinett oder die Modernisierungsagenda angestossen worden seien.
Dennoch herrsche in sehr vielen Handwerksbetrieben Ernüchterung, teils auch Frust, weil von diesen Massnahmen zu wenig in ihrem Betriebsalltag ankomme. Dort überwiege der enorme Belastungsdruck durch Bürokratie, Steuern, Sozialabgaben und Energiepreise. Vieles sei noch nicht umgesetzt, der angekündigte «Herbst der Reformen» sei ausgefallen, und die Enttäuschung darüber vielerorts gross.
Bei der Messe, die am 4. März beginnt, gibt es für das Handwerk Gelegenheit, seine Sorgen direkt an die Regierung zu adressieren. Traditionell kommt auch Politikprominenz zur IHM./ruc/DP/jha
(AWP)
