Der von Raiffeisen erhobene KMU-PMI stieg im Juli auf 50,7 Punkte nach 49,4 Punkten im Vormonat, wie die Bank am Montag mitteilte. Damit liegt der Index nach zwei Monaten unter der Wachstumsschwelle wieder über der Marke von 50 Punkten.
Für Auftrieb sorgte insbesondere die verbesserte Auftragslage bei exportorientierten KMU. Insgesamt verbesserten sich drei der fünf Teilkomponenten. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 51,9 von 48,5 Punkten, während die Produktion mit 49,9 nach 49,2 Punkten nahezu die Wachstumsschwelle erreichte. Die Lieferzeiten stiegen auf 55,0 von 51,4 Punkten.
Die Erholung bleibe allerdings anfällig, heisst es weiter. Steigende Energiepreise oder Beeinträchtigungen wichtiger Transportwege könnten die Produktionskosten erneut erhöhen. Zudem seien die Auftragsreserven vieler Unternehmen weiterhin gering.
Niedrige Auftragsreserven
Eine Sonderumfrage von Raiffeisen zeigt, dass bei rund der Hälfte der befragten KMU der aktuelle Auftragsbestand bei unverändertem Produktionstempo für weniger als zwei Monate reicht. So könnte eine erneute Eskalation im Nahen Osten die Stimmung in der Industrie daher rasch wieder spürbar belasten.
Monatsdaten KMU PMI (Gesamtindex) in Tabellenform: 2026 Juli 50,7 Juni 49,4 Mai 48,4 April 52,1 März 55,0 Februar 53,5 Januar 50,2 2025 Dezember 49,4 November 50,3 Oktober 50,2 September 50,5 August 49,7 Juli 50,3 Juni 52,4 Mai 50,5 April 50,9 März 47,9 Februar 49,9 Januar 44,6 2024 Dezember 45,4 November 50,1 Oktober 51,9 September 47,2 August 48,0 Juli 46,8 Juni 48,8 Mai 50,5 April 44,8 März 47,9 Februar 50,0 Januar 40,7 2023 Dezember 50,9 November 46,8 Oktober 45,2 September 51,1 August 46,3 Juli 46,3 Juni 48,8 Mai 49,1 April 51,0 März 51,6 Februar 49,7 Januar 48,0 2022 Dezember 50,5 November 50,1 Oktober 50,0 September 50,0 August 50,6 Juli 52,8 Juni 52,3 Mai 59,1 April 59,1 März 58,0 Februar 56,7 Januar 47,4 2021 Dezember 55,9 November 55,3 Oktober 51,7 September 63,9 August 56,6 Juli 59,6 Juni 62,1 Mai 65,2 April 58,4 März 56,8 Februar 44,3 Januar 37,2
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(AWP)
