42 Prozent der Händler bewerten ihre Geschäftslage aktuell als schlecht, vor einem Jahr waren es 33 Prozent. Zwei Drittel erwarten 2026 deutlich oder leicht niedrigere Umsätze als im Vorjahr, lediglich 18 Prozent höhere.
«Die Situation ist noch dramatischer als sie es im eher bescheidenen Vorjahr bereits war», sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen liege auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown. «Das Problem für viele Unternehmen sind die steigenden Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf - bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen.»
Prognose für 2026 bleibt vorsichtig
Als grösstes Problem nennen 79 Prozent der Händler die Kaufzurückhaltung. Dahinter folgen Belastungen etwa durch Bürokratie (55 Prozent), Preisentwicklung und Mindestlohn (je 48 Prozent) sowie Energiekosten (45 Prozent).
Der HDE hält an seiner Prognose für 2026 fest. Der Verband erwartet für den Einzelhandel in Deutschland im laufenden Jahr einen Gesamtumsatz von 697,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Plus von zwei Prozent im Vergleich mit 2025, real - also bereinigt um Preissteigerungen - nur 0,5 Prozent.
Im Online-Geschäft rechnet der HDE mit einem deutlichen Wachstum von real 3,5 Prozent, im stationären Handel liegen die Erlöse voraussichtlich nur auf dem Vorjahresniveau./cr/DP/mis
(AWP)
