Konkret ziehen die Titel gegen 9.35 Uhr um 12,3 Prozent auf 124,40 Franken an. Damit dürfte ein Grossteil des bisherigen Jahresverlustes ausgebügelt werden. Zum gestrigen Schlusskurs betrug das Minus noch annähernd 19 Prozent. Der Gesamtmarkt (SPI) gewinnt zeitgleich 0,7 Prozent hinzu.

Nachdem die Umsatzentwicklung im ersten Quartal noch einige Schattenseiten mit sich brachte, hat das zweite Jahresviertel vor allem beim organischen Wachstum positiv überrascht, wie den ersten Analystenkommentaren zu entnehmen ist. Viele Analysten hatten mit einer Verlangsamung gegenüber den geradezu beeindruckenden 15 Prozent nach den ersten drei Monaten gerechnet. Eine solche bleibt nun aus, wie das organische Plus von 16,1 Prozent zeigt.

«Nach einer ziemlich düsteren Berichtssaison im Dentalbereich hat Straumann ein überdurchschnittlich gutes Quartal abgeliefert und den Gewinn gesteigert», fasst es etwa der zuständige JPMorgan-Analyst zusammen.

Als eine positive Überraschung werten die Experten einstimmig den Ausstieg aus dem Schienen-Geschäft DrSmile. Dieses habe das Wachstum und die Rentabilität erheblich belastet, so der JPMorgan-Experte weiter.

Regional betrachtet, hebt die Expertin von Octavian etwa hervor, dass der Umsatz in Asien die Erwartungen übertroffen habe. In den USA habe sich das Geschäft stabil entwickelt, was ihrer Meinung nach ebenfalls gut ankommen sollte. Und auch die wichtige Region Europa, Naher Osten und Afrika habe gezeigt, dass Straumann weiter Marktanteile gewonnen habe.

Auch mit der Gewinnentwicklung kommt Straumann gut an. Auf den Stufen EBIT, Kern-EBIT und Reingewinn werden selbst die kühnsten Einzelschätzungen übertroffen.

hr/tt

(AWP)