Der Stromverbrauch der Schweizer Rechenzentren könnte gemäss diesem maximalen Szenario bis 2030 auf 3,5 Terawattstunden (TWh) steigen, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag mitteilte. Das entspräche rund sechs Prozent des 2024 in der Schweiz verbrauchten Stroms.
Gründe dafür seien die weiter voranschreitende Digitalisierung. Viele IT-Anwendungen führten zu einem stark wachsenden Datenvolumen. Weiter sei damit zu rechnen, dass sich grosse Cloud-Anbieter in der Schweiz niederliessen. Auch diese führten zu mehr Stromverbrauch.
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs ausmachte. Seit der letzten Erhebung im Jahr 2019 stieg der Verbrauch von Rechenzentren laut dem Bund um knapp zwanzig Prozent.
Dabei zeigen sich Unterschiede: Während der Verbrauch vieler unternehmensinterner Rechenzentren stagnierte, wurde bei den grossen kommerziellen Rechenzentren eine deutliche Zunahme verzeichnet. Das hänge damit zusammen, dass Unternehmen IT-Anwendungen vermehrt in die Cloud oder an spezialisierte Anbieter auslagerten.
Der Bericht zur Studie geht von einem hohen Energieeffizienzpotenzial aus. Demnach könnten fast 38 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Rechenzentren in der Schweiz eingespart werden. Einsparungen sind laut der Plattform Energie Schweiz des BFE unter anderem durch effizientere Kühlsysteme, höhere Betriebstemperaturen, Abwärmenutzung und den Einsatz energieeffizienter Hardware möglich.
Das BFE beabsichtigt gemäss der Mitteilung, den Verbrauch und die Effizienz von Rechenzentren in den nächsten Jahren verstärkt zu überwachen.
(AWP)
