Seit Beginn des Konflikts im April 2023 setzte die Schweiz damit rund 213 Millionen Franken zur Unterstützung der Bevölkerung in dem Land ein, wie das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter mitteilte.

Die Schweiz arbeitet vor Ort mit Partnern wie UNO-Agenturen, dem Roten Kreuz und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Im Dezember 2025 hatte das Parlament bereits einen Nothilfekredit von 50 Millionen Franken bewilligt.

Neben der humanitären Hilfe setzt sich die Schweiz für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und eine politische Verhandlungslösung ein. Seit Kriegsbeginn führte und beherbergte sie vertrauliche Dialoge «mit allen politischen Strömungen des Sudan», wie das EDA weiter mitteilte.

Millionen Menschen auf der Flucht

Der bewaffnete Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) forderte bis zum heutigen Tage zehntausende Todesopfer und löste eine Hungersnot aus. Über 33 Millionen Menschen, was rund zwei Dritteln der Bevölkerung entspricht, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Etwa 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht, vier Millionen davon in den Nachbarländern. Laut EDA sind sexuelle Gewalt und Verletzungen des humanitären Völkerrechts weitverbreitet. Die Infrastruktur sowie die Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftssysteme des Landes sind zusammengebrochen.

Im April 2019 war der langjährige Diktator Omar El Bashir durch eine Allianz aus Zivilgesellschaft und Militär gestürzt worden. Auf eine zivil-militärische Übergangsregierung folgte im Oktober 2021 ein Putsch des Militärs, das die zivilen Kräfte aus der Regierung verdrängte.

Interne Streitigkeiten der Militärs eskalierten schliesslich im April 2023 zum offenen Krieg. Seither kontrollieren die SAF das Zentrum und den Nordosten des Landes, während die RSF den Westen und Süden beherrschen.

(AWP)