Die Losung «Der Sieg wird unser sein» ist im öffentlichen Leben in Russland allgegenwärtig - besonders auch zum traditionell gross gefeierten und arbeitsfreien Tag des Vaterlandverteidigers am 23. Februar. An diesem Dienstag jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal.

Der für Russland höchst bedeutsame Slogan wurde am 22. Juni 1941 von Moskau ausgerufen - zu Beginn des Grossen Vaterländischen Krieges, als Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkriegs die Sowjetunion überfiel. Die Parole wird auch heute als russischer Schlachtruf im Krieg gegen die Ukraine genutzt.

Kritik an Russlands Militärzusammenarbeit mit Nordkorea

Wie viele andere Staaten betrachtet auch Südkorea den Angriffskrieg Russlands gegen das Nachbarland als völkerrechtswidrig und trägt in Teilen internationale Sanktionen gegen Moskau mit. Insbesondere die militärische Kooperation zwischen Russland und Nordkorea hat in Südkorea grosse Besorgnis über die eigene nationale Sicherheit ausgelöst.

Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS hat Nordkorea nicht nur im grossen Stil Artillerie und Munition an Russland geliefert, sondern auch rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Armee gegen die ukrainischen Verteidiger entsandt. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea im Gegenzug wirtschaftliche Unterstützung sowie Militärausrüstung aus Russland erhält.

Südkorea und Nordkorea befinden sich formell nach wie vor im Kriegszustand, nachdem der Koreakrieg (1950-53) lediglich mit einem Waffenstillstand endete. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet./fkr/DP/mis

(AWP)