Sunrise hat im ersten Quartal 2026 seinen Umsatz konstant gehalten. Der operative Gewinn des Telekomkonzerns nahm derweil leicht zu. Zudem bestätigte das Management seine Prognosen für das Gesamtjahr.

Die Verkäufe von Sunrise lagen in den ersten drei Monaten 2026 mit 722,8 Millionen Franken auf dem Vorjahresniveau (+0,1 Prozent), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dies sei vor allem auf das Wachstum im Mobile Postpaid- und im Geschäftskunden-Bereich sowie auf den Geräteverkäufe zurückzuführen. Damit konnten ein Rückgang im Internet-Bereich und eine allgemein gedämpfte Marktliquidität kompensiert werden.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingzahlungen (EBITDAaL) stieg dagegen um 2,5 Prozent auf 245,9 Millionen Franken. Sunrise führt die Entwicklung vor allem auf Kosteneffizienz und eine Optimierung der operativen Kosten zurück. Dabei seien vor allem externe IT- und Beratungskosten eingespart worden.

Unter dem Strich stand aber ein deutlich höherer Nettoverlust von 39,4 Millionen Franken, nach einem Minus von lediglich 1,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Sunrise erklärt dies hauptsächlich mit dem Wegfall von Wechselkursgewinnen sowie mit höheren Restrukturierungskosten.

Mit seinen Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Analysten im AWP-Konsens klar übertroffen. Diese hatten im Schnitt nur mit einem Umsatz von 713 Millionen und einem bereinigten EBITDAaL von 237 Millionen Franken gerechnet.

Bei der Entwicklung der Kunden zeigte sich ein durchzogenes Bild. So stieg die Zahl der Mobil-Abos Netto um 10'000. Die Zahl der Internet-Abos sank derweil um 1000. Dies ist jedoch deutlich weniger als in den Vorquartalen, als das Minus noch bei 2000 beziehungsweise 7000 lag. Sunrise spricht denn auch von einer Stabilisierung.

Per Ende März hatte Sunrise 3,16 Millionen Mobilfunkkunden, 1,28 Millionen Breitband-Internetkunden und 0,96 Millionen Kunden für das erweiterte TV-Angebot.

Prognose bestätigt

Nach dem guten Start bestätigte das Management auch die Prognose für das Gesamtjahr vollumfänglich. Demnach soll der Umsatz «weitgehend stabil» bleiben. Der Betriebsgewinn (EBITDAaL) soll rund 1 Milliarde Franken erreichen und damit in etwa das Vorjahresniveau.

Gleichzeitig will Sunrise die Investitionen auf unter 15 Prozent des Umsatzes senken. Der bereinigte Free Cash Flow soll bei 380 bis 400 Millionen Franken liegen. Bei einem Erreichen dieser Ziele stellt das Management eine Dividende je A-Aktie auf 3,49 Franken in Aussicht.

(AWP)