Die Inhaberaktien von Swatch stehen um 10.15 Uhr mit 6,9 Prozent im Minus auf 193,05 Franken. Die Aktien des Branchennachbars Richemont gewinnen derweil in einem positiven Gesamtmarkt gemessen am SPI (+0,78 Prozent) leicht hinzu (+0,3 Prozent).

Swatch sitzt mit den Ereignissen der GV wieder zwischen Stühlen und Bänken, heisst es aus Analystenkreisen. Die Swatch-Familie rund um CEO Nick Hayek gerate angesichts der Stimmergebnisse weiter unter Druck. Einer grossen Mehrheit sprach den Ambitionen von Wood ihre Sympathien aus und es gelinge Hayek nicht, darauf Antworten zu finden, so der Tenor.

Ob es nun zu einem breiten Abverkauf unter «Wood-Aktionären» kommt, bleibt abzuwarten. Sollten zudem die Verkäufe rund um die angekündigte «Royal Pop»-Uhr von Swatch und Audemars Piguet nicht die Erwartungen erfüllen, dürfte dies erneut zur Unzufriedenheit beitragen.

Dabei hatten die Gerüchte um die neue Uhr die Papiere noch deutlich nach oben getrieben. In der Spitze wurden mehr als 210 Franken für den Swatch-Inhaber bezahlt. Nach der offiziellen Ankündigung am Samstag zogen sich Investoren aber wieder vermehrt zurück - getreu dem Motto «buy the rumor, sell the fact».

sta/ra

(AWP)