Der Uhrenkonzern, zu dem nebst Swatch auch Marken wie Omega, Tissot oder Longines zählen, setzte in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 3,12 Milliarden Franken um. Das waren 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Um Währungseinflüsse bereinigt betrug das Wachstum 8,5 Prozent, wie die Gruppe am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal allein legte die Swatch Group bereinigt gar um 9,4 Prozent zu.
Dabei sei das Umsatzwachstum von einer robusten Dynamik in allen Preissegmenten und auf allen Kontinenten unterstützt worden, hiess es weiter. Ein erneut kräftiges Wachstum erzielte die Gruppe mit dem Verkauf von Uhren und Schmuck in den USA, wo die Umsätze zu konstanten Währungen um 27 Prozent zulegten.
Aber auch in europäischen Märkten wie Spanien (+28 Prozent) und Italien (+12 Prozent) sowie in asiatischen Märkten wie Japan (+20 Prozent) und Südkorea (+12 Prozent) sei das Geschäft sehr gut gelaufen, schrieb die Swatch Group weiter. Zudem legte der Konzern auch in aufstrebenden Märkten wie Indien (+38 Prozent), Mexiko (+26 Prozent) und Saudi-Arabien (+41 Prozent) von einem tieferen Umsatzniveau aus stark zu.
Wachstum im Retail-Geschäft in China
In China wiederum, wo Swatch vor Jahresfrist unter der insbesondere im Luxusgüterbereich vorherrschenden Konsumschwäche gelitten hatte, entwickelte sich das Geschäft uneinheitlich. Einschliesslich der Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao stiegen die Verkäufe dort im ersten Halbjahr in den markeneigenen Läden (Retail-Bereich) um 9 Prozent. Demgegenüber seien die Bestellungen von Dritthändlern «bescheiden» ausgefallen, so die Mitteilung.
Darüber hinaus belastet der Konflikt zwischen den USA und dem Iran auch das Geschäft der Swatch Group. Die chronische Instabilität im Mittleren Osten habe erhebliche negative Auswirkungen auf die mehr als 200 Verkaufsstellen der Gruppe in der Region, hiess es dazu.
Wachstumsbeschleunigung ab Mai
Mit Blick nach vorne rechnet die Swatch Group mit einer positiven Umsatzentwicklung. Schliesslich habe sich das Wachstum in den Monaten Mai, Juni und Juli beschleunigt, was eine bessere Auslastung der Produktionskapazitäten ermögliche und zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte führe.
Die Ergebnisse der Swatch Group bewegen sich nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau, auch weil der Konzern im insgesamt schwächeren Marktumfeld bewusst auf den Erhalt von Arbeitsplätzen setzt, um produktionsseitig auf einen Marktaufschwung gut vorbereitet zu sein.
In Zahlen ausgedrückt schrumpfte der Betriebsgewinn EBIT in der ersten Jahreshälfte weiter um beinahe ein Viertel auf nur noch 52 Millionen Franken. Die dazugehörige Marge ging um 0,5 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent zurück und der Reingewinn sank auf nur noch 16 Millionen nach 17 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025.
mk/cg
(AWP)
