Dabei hat die Swiss paradoxerweise vom Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Rückenwind erhalten. Auf einzelnen Strecken habe das kurzfristig zu mehr Nachfrage geführt, vor allem auf den Strecken nach Asien, teilte die Swiss am Mittwoch in einem Communiqué mit. In der Folge seien dort die Durchschnittserlöse gestiegen.

Gleichzeitig seien die höheren Treibstoffkosten noch nicht voll durchgeschlagen, weil sich Marktpreisveränderungen erst mit einem gewissen Zeitverzug auf das Ergebnis der Swiss auswirken würden, erklärte Finanzchef Dennis Weber. Diese Kombination habe zu einem sehr starken März und damit zu einem soliden Quartal geführt, das allerdings nur bedingt aussagekräftig sei.

Höhere Treibstoffkosten schlagen allmählich durch

«Im zweiten Quartal werden die Belastungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt jedoch deutlich steigen», sagte Weber. «Hätten wir im März bereits die Treibstoffpreise bezahlen müssen, die wir für April und die kommenden Monate erwarten, hätte sich ein deutlich anderes Quartalsergebnis ergeben.»

Aktuell sei der Kerosinpreis annähernd doppelt so hoch wie vor dem Iran-Krieg. «Im April haben wir die Auswirkungen bereits deutlich gespürt, obwohl wir durch Preisabsicherungen (im Fachjargon »Hedging« genannt) teilweise vor steigenden Kerosinpreisen geschützt sind», sagte Weber.

Die Swiss beförderte im ersten Quartal knapp 3,7 Millionen Passagiere und damit 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt führte die Swiss rund 29'600 Flüge durch. Das waren 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

jb/to

(AWP)