Wachstum solle für Swiss Life nicht nur Volumen bringen, sondern auch die Marge stärken, betonte Erikson. «Im Wertschriftenbereich sind die Margen seit Jahren unter Druck. Immobilien und Infrastruktur sind hochmargiger.» Beim Portfoliowachstum bleibe der Finanzkonzern derweil auch «offen für Opportunitäten», bekräftigte er.
Bei allfälligen Zukäufen im Bereich Asset Management halte sich Swiss Life an seine Strategie, sagte Erikson weiter. In den letzten Jahren habe in Europa sehr viele Transaktionen gegeben, gerade weil grosse Asset-Manager aus den USA europäische Player kauften. «Wir schauen jedes Jahr viele Fälle an, aber es geht nicht darum, Milliarden an Assets zu kaufen, sondern es muss in unser Geschäft passen.»
Privatmarktanlagen erachtet der Swiss-Life-CIO als «sehr spannend». «Die Illiquidität dieser Anlageklasse können wir handhaben. Sie passen sowohl technisch wie auch finanziell zu uns». Im Bereich Private Credit habe man in der Schweiz mit der Beteiligung an Swiss Credit Partners auch bereits ein Angebot: «Damit haben wir auf den Wegfall von Credit Suisse reagiert, um die Kreditversorgung von kleineren und mittleren Unternehmen in der Schweiz zu stärken.»
Im europäischen Asset Management-Markt zählt Erikson den Schweizer Konzern zur «Mittelschicht» zwischen den vielen kleinen Nischenplayern und den «riesigen Playern» mit ganz anderen Dimensionen. Im Marktsegment Immobilien etwa sei Swiss Life mit dem Bestand in Europa aber sehr gross. «Wir glauben, dass wir mit unserer Grösse eine gute Basis haben, in ausgewählten Märkten den nächsten Schritt zu machen.»
tp/mk
(AWP)
