«Wir haben im ersten Quartal ein erfreuliches Wachstum erzielt und sowohl das Fee- als auch das Versicherungsgeschäft weiter ausgebaut», sagte Konzernchef Matthias Aellig am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Die Prämieneinnahmen stiegen um 4 Prozent auf 8,20 Milliarden Franken und die Gebühren- beziehungsweise Fee-Erträge nahmen ebenso stark auf 686 Millionen zu.
In Lokalwährungen gerechnet stiegen das Prämienvolumen um 5 Prozent und die Fee-Erträge um 6 Prozent. Damit bleibt die Gruppe auf Wachstumskurs, nachdem im Gesamtjahr 2025 Zuwächse von 3 respektive 5 Prozent erreicht wurden.
Wachstum in der Schweiz
Auffällig war im Startquartal die Entwicklung des Schweizer Versicherungsgeschäfts. Da kletterte das Prämienvolumen, getragen vom Geschäft mit der beruflichen Vorsorge, um 10 Prozent auf 5,00 Milliarden Franken. Und auch in der Einzellebensversicherung stiegen die Einnahmen.
Im Gebührengeschäft profitierte die Swiss Life unter anderem von der im letzten Jahr mit institutionellen Kunden wie Pensionskassen oder Anlagestiftungen ausgebauten Vermögensverwaltung. Der Bereich Swiss Life Asset Managers steigerte die Gesamterträge im ersten Quartal 2026 um deutliche 12 Prozent auf 261 Millionen Franken.
Die für Drittkunden verwalteten Vermögen nahmen in den ersten drei Monaten des Jahres um 2 Prozent auf 148 Milliarden Franken zu. Allerdings ebbte der sehr starke Neugeldzufluss aus dem Vorjahr (9,3 Milliarden) auf 4,2 Milliarden ab. Im Jahr 2025 hatte das Geschäft nämlich von der Lancierung von Index-Produkten profitiert.
Zukauf in Deutschland
«Besonders freut mich, dass wir das Fee-Geschäft in allen Divisionen steigern konnten», hielt Aellig weiter fest. Die Fee-Erträge aus Finanzberatungen oder dem Verkauf von Vorsorgeprodukten legten in der Schweiz um 4 Prozent, in Frankreich um 8 Prozent und in Deutschland um 5 Prozent zu.
In Deutschland baut Swiss Life nun die Finanzberatung mit der Telis Gruppe deutlich aus. Mit der von Klaus Bolz, seinem Sohn André sowie Eugen Hahn in Regensburg gegründeten Telis stossen auf einen Schlag etwa 1800 Beraterinnen und Berater dazu. Damit wächst die Beraterzahl von Swiss Life Deutschland auf rund 8000 und die Fee-Erträge klettern im deutschen Markt über die Milliardengrenze.
«Mit Telis werden wir das in Deutschland angepeilte, profitable Wachstum noch beschleunigen», sagte Aellig. Den Abschluss der Transaktion erwartet er, die behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt, im dritten Quartal 2026. Angaben zum Kaufpreis werden indes nicht veröffentlicht.
Auch zu den Ergebnissen publiziert Swiss Life zum ersten Quartal keine Zahlen. Der Konzern sei aber mit den bis 2027 gesetzten Zielen «gut auf Kurs», versicherte Aellig. Angestrebt wird unter anderem eine Eigenkapitalrendite von 17 bis 19 Prozent.
mk/cf
(AWP)
