Die Gespräche würden in dieser Woche beginnen, teilte die Pilotengewerkschaft Aeropers am Donnerstag mit. Die Piloten fordern unter anderem mehr Einfluss auf den Einsatzplan, da die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht gegeben sei. Ausserdem müsse die Attraktivität der Arbeitsbedingungen deutlich steigen, damit es wieder genügend Pilotennachwuchs gebe.

Die Piloten hatten den bisherigen Gesamtarbeitsvertrag, der noch bis Ende 2026 gilt, im vergangenen November gekündigt. Laut ihnen war der GAV 2023 unter starkem Einfluss der Corona-Pandemie ausgehandelt worden. Er habe auf der Abmachung basiert, während dessen Laufdauer Verbesserungen umzusetzen.

«Da die Geschäftsleitung der Swiss trotz sehr guten Jahresergebnissen wenig Willen gezeigt hat, diese Zusagen einzuhalten, sind wir heute nicht weiter als vor drei Jahren», erklärte Aeropers-Sprecher Thomas Steffen in der Mitteilung. Daher sei die Kündigung des GAV «nur folgerichtig» gewesen.

Swiss weist Vorwurf zurück

Die Swiss wies den Aeropers-Vorwurf des mangelnden Verbesserungswillens zurück. «Im Gegenteil: Wir haben viele Massnahmen ergriffen, um die Bedürfnisse unserer Pilotinnen und Piloten zu berücksichtigen», hatte ein Sprecher im November erklärt.

Aeropers zeigte sich gesprächsbereit: «Die diese Woche gestarteten Vertragsverhandlungen bieten die Chance, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Arbeitsbedingungen in den Cockpits bei der Swiss langfristig attraktiv und zukunftsfähig werden», sagte der Gewerkschaftssprecher. «Unser Ziel ist es, eine für beide Seiten gewinnbringende Lösung zu erreichen.»

jb/ls

(AWP)